"Sterne des Sports"

Der große "Stern des Sports in Bronze" geht an den Oberwiesenthaler Sportverein OSV 1990 e.V.

Bei dem bundesweiten Wettbewerb werden Vereine der Region geehrt, die sich durch besonderes gesellschaftliches Engagement auszeichnen. Initiatoren des Wettbewerbs sind der Bundesverband der Volksbanken und Raiffeisenbanken gemeinsam mit dem Deutschen Olympischen Sportbund DOSB. Die Kür der besten Vereine erfolgt in drei Stufen. Zunächst auf regionaler Ebene, wie am 11. September 2019 bei der Volksbank Chemnitz. 24 Vereine hatten sich hier um die begehrten Trophäen in Bronze beworben. Der Sieger nimmt automatisch am Landeswettbewerb im Oktober in Dresden teil und hat so die Chance auf einen Silbernen Stern des Sports. Alle Landessieger wiederum stehen im Bundesfinale, für das die Entscheidung um die Goldenen Sterne im Januar 2020 fällt.

Video zur Preisverleihung

Oberwiesenthaler Sportverein OSV 1990 e.V.

„Kids aufs Bike“

Allen Kindern den gleichen Spaß am Mountainbike-Fahren zu ermöglichen, diesem Ziel hat sich der Oberwiesenthaler Sportverein OSV 1990 e.V. verschrieben. Mit dem Jugendförderprojekt "Kids auf's Bike" konnte sich der Verein gegen die Konkurrenz durchsetzen. Mit dem Projekt bietet der Verein Kindern aus Heimen, Kindergärten oder sozial schwachen Familien die Möglichkeit, ein kostenloses bzw. subventioniertes Kindermountainbike bzw. Laufrad zu erhalten. Der Verein sucht nach Sichtung der Anträge die Bewerber aus, bei denen der Bedarf am größten ist. Die Bikes werden zu 100 Prozent aus einem Spendentopf finanziert. Ziel ist es, den Jüngsten unter uns die Freude am Mountainbikesport nahe zu bringen, unabhängig vom Geldbeutel. So sollen Spaß an Bewegung und Gesundheit gefördert werden. Im Mittelpunkt steht außerdem das Image des Mountainbikesports, der in Oberwiesenthal eng mit der "Vier-Hübel-Tour" verbunden ist. Laudator Andreas Stark beschrieb in seiner Würdigung des Vereins die "Vier-Hübel-Tour" als ein beispiellos erfolgreiches Event in Oberwiesenthal, das jedes Jahr hundete Teilnehmer aus nah und fern anzieht. Die Vereinsmitglieder vom OSV 1990 waren von der Auszeichnung begeistert und nahmen dankend das Preisgeld in Höhe von 1500 Euro für die Vereinskasse mit nach Hause.

TSV IFA Chemnitz e.V.

„FUNino“

FUNIno heißt das Spielkonzept, mit dem sich der TSV IFA Chemnitz e.V. den zweiten Preis bei den "Sternen des Sports" in Bronze gesichert hat. Mit diesem Engagement werden Kindern altersgerecht Spaß und Werte rund um dem Fußballsport vermittelt. Mit dem FUNIno-Spielsystem veranstaltet der Verein jedes Jahr mit verschiedenen Partnervereinen ein Festival, das sich an Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren richtet, unabhängig von ihrem Leistungsgrad. Das Konzept wurde von dem deutschen Fußball- und Hockeytrainer Horst Wein entwickelt. Die Kinder spielen auf einem Spielfeld 25 mal 20 Meter groß mit vier Minitoren im Team drei gegen drei ohne Torhüter und mit je einem Rotationsspieler pro Team. Dieser rotiert nach jedem Torerfolg mit einem Mitspieler. Bei einem FUNIno Festival spielen alle Kinder, die am Spieltag anwesend sind, egal, ob sie der Trainier nominiert hat. Kein Kind muss auf der Ersatzbank sitzen und es gibt keine festen Positionen. Dadurch konnten mehr Kinder für den Fußball begeistert werden, weil es für kein Kind irgendeine Sonderbehandlung gibt. Der 2. Preis beim "Stern des Sports" in Bronze ist mit 1000 Euro dotiert, über die sich der Verein bei der Preisverleihung sehr gefreut hat.

Chemnitzer Ballspiel-Club e.V.

Inklusiver Sportverein

Stellen Sie sich vor, Sie sind kerngesund und Teil einer Mannschaft im Blindenfußball oder Goalball. Damit in der Mannschaft alle die gleichen Chancen haben, setzen Sie eine Brille auf, mit der sie gar nichts mehr sehen, genauso wie ihre sehbehinderten Mannschaftskameraden. Im Frühjahr 2018 haben neun Sportler den "Chemnitzer Ballspiel-Club" e.V. gegründet, der die Inklusion einmal anders angeht. Der neugegründete Verein hat von Beginn an die Bedürfnisse von Menschen mit und ohne Behinderung berücksichtigt und ihnen eine sportliche Heimat gegeben. Die Idee kam bei den Vereinsmitgliedern so gut an, dass der "Chemnitzer Ballspiel-Club" e.V. inzwischen den aktuellen Deutschen Meister im Goalball stellt. Dies hat schon überregional für Aufsehen gesorgt und bringt das Thema "umgekehrte Inklusion" einer breiteren Öffentlichkeit nahe. Für diese Idee und das Engagement wurde der "Chemnitzer Ballspiel-Club e.V." mit dem 3. Preist der "Sterne des Sports" in Bronze ausgezeichnet und erhielt ein Preisgeld in Höhe von 500 Euro.

Verein Schwimmteam Erzgebirge e.V.

"Schwimmen rettet Leben"

Zum ersten Mal in diesem Jahr ist bei den „Sternen des Sports“ ein Sonderpreis verliehen worden. Die Jury will damit jene Vereine ehren, die sich durch besonderes Engagement auszeichnen, aber noch nicht reif für den Hauptwettbewerb sind. So kam der Verein "Schwimmteam Erzgebirge" in diesem Jahr in den Genuss des Sonderpreises. Hintergrund der Vereinsarbeit ist eine ernüchternde Statistik: Jeder siebte Deutsche kann nicht richtig schwimmen. Aus diesem Grund hat es sich der Verein "Schwimmteam Erzgebirge e.V." zur Aufgabe gemacht, Kindern und Jugendlichen aber auch Erwachsenen das Schwimmen beizubringen. Jährlich erlernen so rund 250 Kinder im Alter von vier bis acht Jahren in der Erzgebirgsregion das Schwimmen. Da es auch unter Erwachsenen eine hohe Nichtschwimmerquote gibt, bietet der Verein überdies Schwimmkurse für Erwachsene in Kleingruppen an, denn viele Erwachsene trauen sich nicht, öffentlich damit umzugehen. Werden bei den Schwimmkursen talentierte Kinder entdeckt, dann sorgt der Verein auch dafür, dass sie sportlich gefördert werden. Das Projekt entstand bereits vor 20 Jahren und mittlerweile gehört der Verein zu den mitgliederstärksten Vereinen im Erzgebirgskreis. Dafür gabs bei den "Sternen des Sports" den Sonderpreis, der mit 250 Euro dotiert ist.