Oktober 2017: Heimelige Weihnachtszeit

Kalenderedition 2017

Von den einen geliebt, von den anderen gehasst - unumstritten ist jedoch, dass Weihnachten, insbesondere im Erzgebirge, ohne Räucherkerzen kein richtiges Weihnachten wäre. Der Duft allein schafft die berühmte Weihnachtsatmosphäre. Die Kerzen in der bekannten Form der kleinen Kegelchen sollen im 18. Jahrhundert erstmals im Erzgebirge hergestellt worden sein und werden bis heute in vierter Generation produziert. Inhalt der Räuchermasse sind ausschließlich natürliche Rohstoffe, wie das Harz des Weihrauchbaums oder auch Sandelholz.

Weihnachten im Erzgebirge ohne Räucherkerzen wäre kein Weihnachten, das steht schon mal fest. Um 1750 sollen die ersten Kerzchen hier hergestellt worden sein. Das Harz des Weihrauchbaums, Holzkohle, Kartoffelmehl, Sandelholz und Rotbuchenmehl werden gemahlen, zu einem feuchten Teig zusammengerührt, zu den kleinen Kegeln geformt und getrocknet.

Beispielsweise in Neudorf geschieht das bei HUSS bereits in der 4. Generation. Der Großvater legte im Winter 1928/29 in wirtschaftlich schwierigen Zeiten den Grundstein. Heute arbeitet Jürgen Huß ganz im Sinne dieser Tradition. Mit viel Liebe entstehen neben den „Weihrichkarzln“aus natürlichen Rohstoffen nach alten Familienrezepturen die wunderschönsten Miniaturen in Stahlblech, eben das „Zeich für´s Karzl“. Die Schauwerkstatt ist lebendiges Museum.

Und wer schon immer mal mit viel Spaß Räucherkerzchen selbst kneten und formen wollte, hier kann er das in der Gruppe nach Voranmeldung so wie zu Großvaters Zeiten ausprobieren.

Die Bilderstellung erfolgte in der Kooperation mit der Agentur Punkt 191.