März 2017: Frisch gebacken

Kalenderedition 2017

Die Vielfalt der Brotsorten in Deutschland sucht weltweit ihresgleichen. Die Deutsche Brotkultur, eine Aktion des Deutschen Bäckerhandwerks e.V., zählt über 3.000 bislang anerkannte Brotspezialitäten. Brot, das ist Alltagskultur, Grundnahrungsmittel, vielfältiger Genuss und Tradition.

Die Bäcker haben dabei über Jahrhunderte das Wissen der Brotherstellung gepflegt und verfeinert. Die Zünfte und Innungen haben dieses Handwerk zur Blüte gebracht. Dieses Erbe gilt es zu bewahren gegen den vereinheitlichenden Trend zusammenwachsender Märkte und der sich ausweitenden industriellen Billigproduktion.

Die Deutsche Brotkultur wurde im Dezember 2014 von der Kultusministerkonferenz als eine von 27 Kulturformen in das Bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Der Grund für die Brotvielfalt in Deutschland hat mehrere Ursachen. Da sind zum Beispiel die Getreidevielfalt Weizen, Dinkel und Roggen und die Verwendung von Sauerteig bei der Verarbeitung.  

Und es ist die historische Situation in Deutschland vor der Reichsgründung 1871 – eine Vielzahl von Provinzen, Fürstentümern und Königreichen, deren wenig durchlässige Grenzen eine eigene Backkultur hervorbrachten. Die Bäckerzünfte führten den Stand des Gesellen ein. Als Vorstufe zum Meister hatte der Geselle mehrere Jahre zu wandern und brachte so seine Erfahrungen und fremde Rezepte mit nach Hause.

Und nicht zuletzt ist es der Appetit und die Neugier auf neue Geschmackserlebnisse von uns Verbrauchern, die uns vom Brot gern verführen lassen.

Unser Tipp für Sie: Brot selber backen!

Die Bilderstellung erfolgte in der Kooperation mit der Agentur Punkt 191.