Juli 2016 "Seiltänzerin in New York"

Kalenderedition 2016

Eine „Seiltänzerin in New York“, zwischen zwei Hochhäusern balancierend… eine fantastische Vorstellung und beinahe nicht zu glauben. Aber diese Seiltänzerin war nicht die Erste.
Philippe Petit (*13. August 1949) war der erste Mensch, der zwischen den Twin Towers des World Trade Centers am 07. August 1974 in einer Höhe von 417 m 8 mal von einem Dach zum anderen balancierte.  Ein Drahtseilakt der damals Entsetzen und Bewunderung gleichermaßen hervorrief.

Ganz sicher waren die Twin Tower nicht so schön bunt, wie die Jalousiestäbe, aus denen die Wolkenkratzer im Kalenderbild für den Monat Juli kreiert wurden. Durch den transparenten Kunststoff und die Wabenform kommt  das farbige LED-Licht optimal zur Geltung.

Diese Jalousiestäbe werden in der Partner-Werkstatt Burgstädt im Auftrag der Firma WAREMA auf verschiedene Längen gesägt und mit einem Gelenkunterteil (mit Haken) auf der einen und einem Griff auf der anderen Seite versehen. Im letzten Jahr wurden ca. 5 km Plastikstäbe zu  5.120 Stück Jalousiestäben verarbeitet.
Aber nicht nur Jalousiestäbe werden in dieser Gruppe montiert. Die Produktion umfasst die Konfektionierung von Kleinteilen für den Aufbau von Rollos und Sonnenblenden, die Montage von Einzelteilen für die Mechanik von Jalousien und Rollläden sowie die Vorbereitung von 140 Baugruppen für die Endmontage in der Firma. Neben den bereits oben benannten Jalousiestäben montierten oder konfektionierten die Werkstattmitarbeiter 273.100 Einzelteile. Außerdem wurden 13.850 Stück Keder (Beschwerungselemente für Rollos) in einer Gesamtlänge von 20 km gesägt. Trotz der vielen, in Größe und Form unterschiedlichen Einzelteile, behalten alle mit Hilfe eines Kanbansystems den Überblick. Alles in Handarbeit! Was für ein Drahtseilakt!

Eine andere Gruppe montiert mit Hilfe von Maschinen - aber auch in Handarbeit - sogenannte „Geräusch gedämmte Oberschienenträger“. Bei dieser Arbeit wird ein Trägerteil mit einem Bügel  vernietet. Die schnellste Werkstattmitarbeiterin in der Gruppe schafft am Hand-Niet-Arbeitsplatz 1.000 Stück am Tag.
Danach werden 2 kleine und ein großer Gummi in Magazine gelegt und maschinell in vorgestanzte Löcher eingedrückt. Aber auch dieser Arbeitsschritt kann in reiner Handarbeit erfolgen. Fehlerhafte Teile aus der Maschine werden generell mit Hand nachgearbeitet. So entstehen am Tag mehr als 6.000 Oberschienenträger. In Kartons zu 200 Stück verpackt, gehen 30.000 Stück pro Woche zum Kunden.
Andere Aufträge der Fa. WAREMA werden auch in der Partner-Werkstatt Chemnitz gefertigt.
Insgesamt arbeiten in den Partner-Werkstätten Burgstädt und Chemnitz ca. 50 Werkstattmitarbeiter in 5 Gruppen an den verschiedenen Beauftragungen. Insgesamt wurden im letzten Jahr 2.799.123 Einzelartikel durch die Fa. WAREMA geliefert.

Ein kleiner Drahtseilakt in Koordination und Logistik, hervorragend von allen Beteiligten ausbalanciert, führt zu einer langen und zufriedenstellenden Zusammenarbeit.

Sie wollen wissen wer die Zuschauer des Drahtseilaktes auf dem Kalendermotiv sind? Das verraten wir Ihnen im August.