August 2016 "Spieloase"

Kalenderedition 2016

Partner-Werkstätten: Arbeitsbereich Industriemontage"

Erkennen Sie die Zuschauer vom Kalenderbild Juli wieder? Jetzt sind sie in der „Spieloase“ und genießen den Sommer. Gemacht sind sie sowohl im Juli als auch im August aus sogenannten Aktorenböden (siehe auch Kalenderedition 2016 Monat März) und Hubeinstellbolzen - beides Teile aus der Autoindustrie, deren zuverlässiger Zulieferer die Partner-Werkstätten sind.

Während die Aktorenböden ein Recyclingprodukt aus der Partner-Werkstatt Chemnitz sind, werden die Hubeinstellbolzen in der Partner-Werkstatt Burgstädt in der Gruppe „Industriemontage“ klassifiziert. Das heißt im Einzelnen, dass wöchentlich 20.000 Stück der „Zuschauerfüße“ eingestuft werden. Dazu werden die Bolzen zum Beseitigen von Ölrückständen zunächst in einer Industriewaschmaschine gewaschen und dann in den Vibrationstopf einer eigens dafür konstruierten Maschine geschüttet. In dieser wird induktiv die Höhe der Teile gemessen und über eine vollautomatische Steuerung die Klassifizierung festgelegt. Dabei gibt es bis zu 9 verschiedene Klassen. Bei einer Höhe der Bolzen von ca. 8 mm und einer Messung, die bis in den Tausendstel-Bereich geht, ist keine Handarbeit möglich. Aber danach müssen die Hubeinstellbolzen per Hand zu 1.000 Stück verpackt und etikettiert werden.

 

Die kleinen Scheiben mit dem Loch in der Mitte, die im Vordergrund des Bildes zu sehen sind, heißen „Einstellscheiben“ und werden in einem ähnlichen Verfahren klassifiziert, wie die Bolzen. Allerdings werden diese in bis zu  14 Klassen unterschieden und zu je 2.000 Stück abgepackt. Dabei sind sie mit 1,4 mm noch ein wenig kleiner, als die Hubeinstellbolzen.
Die „langen Kerls“ in der Spieloase sind Steuerkolben aus Injektoren. Seit 15 Jahren werden sie in den Partner-Werkstätten aus Schüttgut chargiert. Es gibt 4 verschiedene Typen die in unterschiedliche Einsätze gesteckt werden. Das geht nur mit Schutzhandschuhen, weil die Steuerkolben zum einen ölig sind, aber auch, weil sie  wegen Rostgefahr nicht mit Schweiß in Berührung kommen dürfen. Wöchentlich werden zwischen 50.000 – 60.000 Stück verarbeitet.

Alles in allem arbeiten die Partner-Werkstätten seit mindestens 24 Jahren für die Firma Continental, aus deren Injektorproduktion alle diese Teile stammen. Seit 2004 gibt es sogar eine sogenannte Außenarbeitsgruppe (AAG)  im hiesigen Stammwerk Limbach-Oberfrohna. Hier arbeiten zwischen 8 und 12 Werkstattmitarbeiter und ein Gruppenleiter direkt vor Ort. Der Gruppenleiter trägt an dieser Stelle eine besondere Verantwortung, denn er ist sowohl Ansprechpartner für seine Gruppe als auch für die produktionsbedingten Belange des Unternehmens. Die Partner-Werkstätten übernehmen hier verschiedene Tätigkeiten von der Injektordemontage über das Ausmessen von Düsennadeln bis hin zum Verpacken der Injektoren nach Kundenwusch. Die vertrauensvolle Zusammenarbeit, die in den Jahren zwischen den Partner-Werkstätten und der Firma Continental gewachsen ist, gibt unserem Konzept des Normalisierungsprinzips Recht. Die Werkstattmitarbeiter der AAG sind auf beste Weise integriert, und erleben den täglichen Arbeitsalltag gemeinsam mit den anderen Angestellten der Firma. Selbst unsere Bundeskanzlerin Frau Merkel und der sächsische Ministerpräsident Herr Tillich, haben sich vom Erfolg unserer AAG und der gelungenen Zusammenarbeit  bei einem Besuch überzeugen können.

Eine weitere AAG haben wir mit und bei der Firma Oerlikon aufgebaut. Auch hier arbeiten die Werkstattmitarbeiter und ein Gruppenleiter innerhalb des Firmengebäudes Produktionsaufträge ab. Für die Firma Oerlikon werden Druckverstärkerkolben an speziellen Maschinen gebürstet, geprüft und entsprechend chargiert. Außerdem werden Kolbenbolzen aus Schüttgut für die Weiterverarbeitung auf Paletten gesetzt.

Ein großer Teil des Bürstens und Prüfens der DV-Kolben wird in der Gruppe „Industriemontage“ der Partner-Werkstätten Burgstädt erledigt. Aber die DV-Kolben wollten nicht mit in die „Spieloase“. Sie sind etwas scheu und bleiben lieber zusammen in ihrem Blister.