Die Historie der Volksbank Chemnitz eG

Planwirtschaft und Reglementierung in der DDR

 

 

Das Bankwesen in der DDR

 

Im Oktober 1949 wurde die DDR unter regem Interesse der Weltöffentlichkeit gegründet.

Aufgrund der Reparationsleistungen - komplette Industriekomplexe wurden demontiert und in der Sowjetunion wieder aufgebaut - konzentrierten sich die Banken vor allem auf die Vergabe von Krediten für den Wiederaufbau der Wirtschaft. Es wurden für alle Banken verbindliche Kreditgrundlagen geschaffen.

 

Banken und Unternehmen bekamen Soll-Vorgaben, die erfüllt werden mussten. So kam der Betrieb allmählich wieder in Gang, allerdings war es für die kleinen Genossenschaftsbanken in der Region schwer, das Soll zu erfüllen. Um sich vom Druck der Vorgaben zu befreien, entschied man sich zu fusionieren.

 

 

 

 

Die zwei große Genossenschaftsbanken in Karl-Marx-Stadt

 

In Karl-Marx-Stadt (jetzt Chemnitz) gab es zwei große Genossenschaftsbanken, die „Ge-Bank für Handwerk und Gewerbe Karl Marx Stadt eGmbH" und die „Volksbank für Handwerk und Gewerbe eGmbH". Im Sprachgebrauch setzen sich die Bezeichnungen Ge-Bank und Volksbank durch. Sie standen und stehen für Kontinuität, Zuverlässigkeit und Seriosität.

 

Die Ge-Bank war Anfang der 50er Jahre die modernste und fortschrittlichste Bank weit und breit. So war es auch nicht verwunderlich, dass viele Direktoren und technische Mitarbeiter anderer Banken von überall her kamen, um zu sehen wie ein moderner Bankbetrieb funktioniert.

 

Die Volksbank musste ihren alten Standort in der Inneren Johannisstraße wegen städtebaulicher Maßnahmen aufgeben und bezog neue Räume im Posthof.

 

1954 setzte sich allmählich eine neue Linie der Bankarbeit durch. Die Banken besannen sich auf Traditionen, und ihre Mitglieder wurden wieder in den Mittelpunkt gestellt, Handwerker und Gewerbetreibende besonders gefördert.

 

1970, die Betriebe waren längst verstaatlicht, änderte die Ge-Bank auf Drängen der Regierung ihre Statuten grundlegend. Die Haftung der Mitglieder entfiel, es gab nur noch einen einzelnen Direktor, der Aufsichtsrat wurde abgeschafft und der Genossenschaftsrat verlor an Kompetenzen.

Aber auch die Volksbank hatte mit verschiedenen Problemen zu kämpfen. So wurde unter anderem der Name Volksbank für unzulässig erklärt. Ein neuer Name musste gefunden werden. Die Bank entschied sich für „GB Mitte".

 

 

Fusion zweier starker Partner

Volksbank Chemnitz eG
BLZ: 87096214
BIC: GENODEF1CH1
VR-BankCard PLUS
Ab in die Mitte!